Was ziehe ich bloß an? 7 Tipps für die richtige Kleidung für Baby und Kleinkind im Winter


Schneemann bauen, rodeln gehen, erste Schritte auf Ski probieren, und die Vögel im Winterwald besuchen. Mega cool, so ein erster, zweiter, dritter Winter mit Kindern.

Doch eine Frage stellt sich jeden Winter wieder: WAS ziehe ich meinem Kind bloß an?

Natürlich ist jedes Kind anders und je nachdem, ob Baby, Kleinkind, oder Schulkind, muss natürlich ein wenig differenziert werden, aber sieben universale Tipps habe ich hier mal für Euch zusammengetragen.


  1. Wir lieben Zwiebeln!

Morgens -6 Grad, mittags 10 Grad. Wind am Berg, Sonne im Tal. Bewegungslos in der Kraxe, rennend am Rodelhang. Es gibt genügend Gründe, warum man am besten immer mit dem Zwiebellook arbeitet. Ists zu warm, wird schnell was ausgezogen, ists zu kalt, zieht man was drüber. Deswegen heißt's bei uns momentan obenrum:


Body (am Besten Wolle/Seide) - Langarmshirt - Fleecejacke - Wollwalk - Schneeanzug


Und untenrum:


Strumpfhose - Hose - Wollsocken - Winterstiefel


Die Winterstiefel kann man übrigens auch Tragebabies schon drüberstülpen. So bleiben die Füße gerade in der Kraxe noch ein bisserl wärmer als "nur" mit Socken.





2. Move it, Baby!


"Süüüß, Dein Michelinmännchen!" rief mir eine Bekannte letztens zu. Und ich dachte mir: hm. Süß. Ja. Aber hätte ich Bock, als Michelinmännchen über den Spielplatz zu wackeln? Nö.

Es ist ja lieb gemeint, dass wir dem Kind alles anziehen, was der Kleiderschrank derzeit so hergibt, aber viel hilft nicht unbedingt viel. Wenn das Kind nämlich keine Lust mehr hat, sich zu bewegen, weil es schlichtweg keinen Spaß macht mit diesen hundert Schichten Stoff um es herum, ist auch nichts gewonnen. Denn Rumsitzen macht bekanntlich nicht sonderlich warm. Wenn es nicht waaahnsinnig kalt ist, reicht deswegen auch mal eine Strumpfhose unter dem Walkanzug - fühlt sich viel leichter an und eine dünne Jeans zusätzlich bringt auch nicht DEN Wärme-Effekt.





3. Der Schlauch kann's auch!


Unser allerliebstes Lieblings-Winter-Accessoire dieses Jahr ist ein Merino-Schlauchschal. Super dünn, super warm und bestens geeignet als Schal, Mütze und Maske für Mama, wenn sie ihre mal wieder vergessen hat. Der ist so dünn, dass Louise, der Schalhasser, ihn garnicht merkt und über den Kopf gezogen wärmt er zusätzlich zur Mütze auch noch Wangen und Nacken. War letztens im Schneesturm durchaus hilfreich :).Und unter den Helm passt so ein Merino-Mützen-Schal auch super!

Achja, und noch ein zweites wichtiges Accessoire gibt's: die Sonnenbrille!

Nicht sehr beliebt bei Kindern, aber durchaus wichtig bei Schnee, Sonne und Wind. Geht am besten mit Euren Kindern zusammen eine aussuchen im Geschäft, dann wird sie meist auch besser akzeptiert.





4. Dad-Life-Hack für Babyhände


Gibt es da draußen irgendein Kleinkind, das seine Handschuhe freiwillig anlässt? Ich hab noch keines gesehen.

Die Handschuhe stören halt auch einfach beim Schneemann bauen, Nudeln essen, Skistöcke halten. Schwupps, sind sie wieder ausgezogen und nach wenigen Minuten tönt es: "Mamaa, kalte Händeeee!"


ABER wir haben seit gestern den mega-dad-Lifehack : Papa hat Louise zum Spaß Stoppersocken über die Hände gezogen. Damit hat sie super Grip am Laufradlenker, kann alles greifen und: sie lässt sie freiwillig an! Klar, ist jetzt nicht mega warm, aber besser als nix. Zumindest bei aktiven Kindern. Und wer in der Trage beim Wandern einschläft, kann ja immernoch warme Handschuhe angezogen bekommen.





5. Fette Sache!


Ich liiiiebe Louises dicke, weiche, Knutschwangen. Damit die noch lange so knutsch-weich bleiben, gibt's vor jedem Mal Rausgehen eine ordentliche Portion Creme auf die Wangen. Diese muss auf jeden Fall wasserFREI sein, denn Wasser gefriert bekanntlich bei eisigen Temperaturen. Nicht so cool auf Babyhaut. Es gibt aber spezielle Wind & Wetter Cremes (z.B. von Weleda oder Hipp --Werbung weil cooles Zeug--) - die sind übrigens auch für Mama super! Und wenn die Sonne scheint: Sonnencreme drüber! Die dicksten Sonnenbrände haben wir uns doch alle schon beim Skifahren geholt, oder?


6. In gute Kleidung investieren


Es ist schon paradox: wir gehen wandern mit unseren high-tech-gore-tex-primaloft-all-terrain-pro-fashion-Jacken und unser Kind? Hat halt seine Kita-Jacke vom Flohmarkt an. Dass das nicht reicht, haben wir Anfang des Jahres auch gemerkt. Nun habe ich doch mal in einen hochwertigeren Schneeanzug (von Finkid --Werbung weil cooles Zeug und ohne Bezahlung oder was weiß ich was--) und Schuhe investiert und, ich muss sagen, die Sachen sind EINDEUTIG ihr Geld wert.

Ich habe beides bei eBay Kleinanzeigen, bzw. Vinted (früher Mamikreisel) für wirklich wenig Geld erstanden und wenn die Sachen zu klein sind, kann ich sie ja nächsten Winter weiter verkaufen. So entstehen kaum Mehrkosten und ES LOHNT SICH wirklich!


7. Naturkind Ahoi!


Ich habe es in meinem Artikel zu warmen Kinderfüßen schon erwähnt: in Plastiktüten gehüllt, ists selten warm, aber dafür umso unangenehmer. Und bevor wir unseren Kindern Strumpfhosen aus gefühlten 100% Polyester und eine Plastik-Matschhose am Berg anziehen: Wolle, Walk, Merino und Co sind SO viel besser. Eine Walkhose, oder einen Walkanzug gibt's bei eBay für 15, 20 Euro und sie ersetzt locker eine Matschhose und ist dazu auch noch ECHT warm, schmutz- und wasserabweisend. Und Oma strickt sicher auch gerne einen Pulli, oder Socken fürs Enkelkind.





Ihr habt es gerade schon gelesen: hier auf meinem Blog gibt's noch einen weiteren Artikel zu warmen Kinderfüßen im Winter. Da gibt's noch Schuh- und Sockentipps für die Zwerge.

Falls ihr noch Fragen, Ideen, oder Anregungen habt: schreibt mir gerne! Per Mail, oder per Instagram.


Und jetzt: viel Spaß im Schnee!





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