5 Tipps fürs Herbstwandern mit Kindern

Endlich ist er da, der goldene Herbst. Die große Hitze ist vorbei, die Natur zeigt sich in ihrem schönsten Kleid und schenkt uns massenhaft buntes Laub, Eicheln und Kastanien zum Basteln und Spielen. Perfekte Bedingungen für ein spannendes Bergerlebnis mit Kindern – vorausgesetzt man beachtet ein paar wichtige Punkte.

1. Der Herbst ist unberechenbar

In der Früh noch eisig kalt und neblig, mittags strahlend schön und mild. Die Temperaturen fahren am Berg im Herbst manchmal Achterbahn.
Was soll man also anziehen? Gerade für Kinder gilt: lieber zu viel als zu wenig. Besonders die Kleinsten in Trage oder Krasse können ganz schön frieren, während uns vom Wandern wohlig warm ist. Lieber ein paar Schichten zu viel anziehen und zum Nachmittag hin nach und nach ausziehen. Kalte Hände sind nicht weiter schlimm, am besten prüft ihr kurz im Nacken, ob eure Liebsten warm genug angezogen sind. Mütze, Handschuhe und Daunenjacke sollten ohnehin immer mit dabei sein!

2. Auch Berghütten machen Winterschlaf

Keine Jause dabei, denn es gibt ja später Kaiserschmarrn auf der Lieblingshütte? Darauf sollte man sich im Herbst besser nicht verlassen.
Viele Hütten schließen bereits im Oktober. Informiert Euch deswegen vorher und nehmt zur Sicherheit immer eine kleine extra Brotzeit und warmen Tee mit. Man weiß ja nie, wann bei den kleinen Bergsteigern der nächste Hunger kommt.

3. Der Sonne hinterher

Jetzt ist die schönste Zeit für sonnige Touren in Süd-Ausrichtung, für die es im Sommer zu heiß war. Oft ist es in schattigen Lagen schon eiskalt, während es in der Sonne angenehm warm ist. Deswegen: Sonnenstrahlen sammeln für den Winter. Und dabei nicht an der Sonnencreme sparen! Besonders am Berg empfiehlt sich das ganze Jahr über ein hoher Lichtschutzfaktor für die empfindliche Kinderhaut.

4. Zeit mitbringen – aber nicht zu viel

Im Wald gibt es jetzt so viel zu entdecken! Buntes Laub, Pilze, Eicheln, Kastanien und Bucheckern lassen Kinderherzen höherschlagen. So kann eine Wanderung schon mal etwas länger dauern, bis auch wirklich jedes Blatt und jede Kastanie begutachtet wurde.
Plant diese Zeit zum Spielen am besten vorher schon ein, so haben alle Spaß am Wandern. Nur denkt dran: die Tage werden kürzer und in der Dunkelheit ist man mit Kindern besser nicht mehr am Berg unterwegs.

5. Platz im Rucksack lassen

Auf den kindlichen Streifzügen am Berg findet sich allerhand, was unbedingt mit nach Hause genommen werden muss.
Bevor wir alle Hände voll haben mit Zapfen, Steinen und Stöcken, lieber eine extra Tasche für die Fundstücke mitbringen, die von den Kleinen dann auch selbst stolz ins Tal getragen werden kann. Ein kleiner Stoffbeutel und ein Pilzmesser schaden dabei auch nicht – wer weiß, was man noch so alles findet…

Und jetzt: viel Spaß am Berg!

 

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